
Die Heider Ratsfraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke/Dithmarscher Forum Nachhaltigkeit bringen im nächsten Bauausschuss den Antrag an, dass in der Stadt Heide zukünftig Baumpatenschaften erworben werden können.
Mit einer Baumpatenschaft ist die Idee verbunden, dass interessierte Einwohnerinnen der Stadt Heide und alle Nicht-Einheimischen mit einem Einmal-Betrag „ihren“ Baum auf dem Gebiet der Stadt erwerben. „Wir versprechen uns davon, dass das Wir-Gefühl in der Stadt gestärkt wird“, sagt Stefan Schneidewind als Co-Fraktionsvorsitzender der Grünen-Fraktion zu der Initiative. „Zusätzlich wird dadurch die Lebensqualität gesteigert und die Verbundenheit mit der Stadt nimmt zu“, so Schneidewind weiter. „Die potenziellen Patinnen übernehmen neben der Zahlung des ‚Patenschaftspreises‘ keine weiteren Verpflichtungen“, führt Lars Thiele-Kensbock von der Fraktion Die Linke/DFN aus. „Auch ein Patenschaftsschild zu einem kleinen Mehr-Preis ist vorstellbar. Ein Wunsch-Stadtteil kann von den Interessent*innen angegeben werden. Die Entscheidungshoheit verbleibt jedoch bei der Stadtverwaltung.“, führt Thiele Kensbock weiter aus.
In Großstädten wie Berlin und Leipzig gibt es Baumpatenschaftsmodelle bereits und sind dort im Stadtgebiet weiträumig anzutreffen. Ein regionales Beispiel für Baumpatenschaften ist der Klimapark in Meldorf.
Für die Antragsteller sind grundsätzlich im gesamten öffentlichen Raum des Stadtgebiets von Heide Baumpatenschaften möglich. Auslöser war jedoch der Baumbestand in der Stiftstraße, der zu großen Teilen entweder abgestorben aussieht bzw. augenscheinlich starken Schaden genommen hat. Einige Bäume sind dort im Herbst 2025 bereits ausgetauscht worden.
Thiele-Kensbock: „Bei Neuanpflanzungen sollte aus unserer Sicht darauf geachtet werden, dass bei der Baumauswahl ein Optimum an Baumkronengröße und gleichzeitiger Tiefverwurzelung erreicht wird, um die Wahrscheinlichkeit von entstehenden Bodenwellen zu reduzieren.“ Und Stefan Schneidewind ergänzt: „Die derzeitige Bepflanzung in der Stiftstraße ist kaum schattenspendend. Durch eine andere Wahl der Bepflanzung könnte im Zeitverlauf ein größeres Maß an Kühleffekt in den zu erwartenden Sommermonaten erreicht werden.“ Durch eine zeitgemäße Baumauswahl könne der bestehende Baumbestand auf die bereits feststellbaren klimatischen und vegetativen Veränderungen noch zielgerichteter angepasst werden.
Die Initiatoren der Baumpatenschaften sind davon überzeugt, dass jährlich bei aktivem Bewerben durch das Stadtmarketing durchaus 100 neue Bäume Paten bekommen könnten. Die Suche nach einem aufmerksamkeitsstarken Slogan ist angelaufen.
Die Initiatoren der Baumpatenschaften sind davon überzeugt, dass jährlich bei aktivem Bewerben durch das Stadtmarketing durchaus 100 neue Bäume Paten bekommen könnten. Die Suche nach einem aufmerksamkeitsstarken Slogan ist angelaufen.
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